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Fasnacht



Wagenbau mit Tradition


Seit je her gehörte es bei den Micheln zur Tradition, für die Fastnachtsumzüge in Karsau und später auch in Rheinfelden einen Wagen zu bauen. Man wollte so auf die lokalen Geschehnisse in Karsau und Umgebung wie auch auf großpolitische Ereignisse bundesweit anspielen. Bis heute ist diese langjährige Wagenbaukunst erhalten geblieben und weit über die Grenzen Karsaus hinaus bekannt. Im Folgenden sind einige Beispiele aufgeführt, die, mit ersten Wagenpreisen belohnt, nicht nur in der eigenen Gemeinde für Aufsehen sorgten:

1969: Der berüchtigte „Pillenwagen“ im Zuge der Aufklärungsthematik


Hiermit zog man sogar den Zorn des damaligen Rheinfelder Stadtpfarrers auf sich.

1970: Hier stand die „Aufwertung der D-Mark“ im Mittelpunkt


1990: Die Michel-Clique und die Mission Eureka „Raumschiff Lieselott“


2001: Eines der Top-Themen des Jahres, die „Affäre Daum“


2007: Der Jubiläumswagen „50 Jahre Michel-Clique Karsau“



Narrenbaumschlagen und -stellen? Damals wie heute!


Die Fasnacht beginnt für die Michel traditionell mit dem Narrenbaumschlagen im Karsauer Wald. Hierbei wird gemeinsam in aller Herrgottsfrüh der zukünftige Narrenbaum ausgewählt und anschließend vom 1. Vorstand gefällt. Danach wird dann in gemütlicher Runde zusammen mit der Moschtbirekönigin und deren Gefolge an der Saatschule auf diesen Erfolg angestoßen. Wer die Michel kennt, kann sich natürlich vorstellen, dass dabei keiner mit trockener Kehle den Wald wieder verlässt.

Am 1. Faisse wird nach einem kurzen Umzug durch den Ortskern der festlich geschmückte Baum im Beisein der ganzen Narrenzunft auf der Kreuzgasse gestellt.

Seit der Fasnacht 1964 sind die Michel für diesen Brauch zuständig und stellen so jedes Jahr bei Wind und Wetter das Wahrzeichen der Karsauer Fastnacht.

1965: Abschluss des Narrenbaumstellens der Michel-Clique auf dem Schnöriplatz (Kreuzgasse)


1986: Narrenbaumstellen auf der Kreuzgasse bei strömendem Regen


2003: Narrenbaumschlagen bei der Saatschule im Karsauer Wald


In den sechziger Jahren wurde außerdem eine Schnitzelbank verkauft und von 1964 bis 1973 veranstalteten die Michels jeweils am Fastnachtsdienstag einen Kehrausball mit anschließender Fasnachtsverbrennung.

1972: Fastnachtsverbrennung am Fastnachtsdienstag



Michelkönigin Simone I.


Zu den Höhepunkten der letzten 50 Jahre zählt auch die Krönung einer Moschtbirekönigin aus den Reihen der Clique.
Mit Simone I. hatte im Jahr 2005 zum ersten Mal in der Geschichte der Karsauer Fastnacht ein Michel das Zepter in der Hand. Wie man sehen konnte, erfüllte dies alle übrigen Michel und ganz besonders die älteren unter ihnen mit großem Stolz.

2005: Fototermin mit unserer Moschtbirekönigin Simone I. im Schloss Beuggen


2005: Simone I. mit ihren größten Verehrern unter den Michel





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